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Eishockeyspiel im Retro-Dress endet in weiterem Rückstand für die Lions

Eishockeyspiel im Retro-Dress endet in weiterem Rückstand für die Lions Michelle Brügger / szenemagazin.ch

Nein, es lag definitiv nicht am Outfit des ZSC, dass sie gegen Lausanne HC mit 1:2 verlieren. Auch nicht am neuen Trainer Marco Bayer, dem ein besserer Start als Nachfolger von Marc Crawford vergönnt gewesen wäre. Die Choreo des Limmatblocks war eine nette Geste, um Crawford für die vergangenen 6 Jahre zu danken.

Sonntagsspiel, Lion Kids Day. Natürlich wandert auch Zettli durch die Arena – und ich lasse ihn hängen. Er kam mir mit ausgestreckter Faust entgegen, aber das habe ich erst so spät realisiert, dass ich schon fast an ihm vorbei war. Sorry gäll, das war keine Absicht!

Ein paar Worte zum Spiel: es kam kein richtiger Spielfluss auf – trotz wenig Unterbrechungen, für meinen Geschmack mindestens zwei davon viel zu spät. Einmal lag Chris Baltisberger vor dem Tor auf dem Boden, der Schiri sieht es nicht und als abgepfiffen wird, schicken sie auch noch Gavin Bayreuther statt Aurélien Marti raus. Marti hat Baltisberger in den Rücken gecheckt, der dann gegen Bayreuthers Stock geknallt ist (sofern meine Perspektive nicht täuschte). Erst nach einem Video-Review konnte Bayreuther den Platz auf der Strafbank mit Marti wechseln, der dann 2 Minuten für Behinderung aufgebrummt bekam. Behinderung? Nun gut.

Zweiter fragwürdiger Moment war, als Simon Hrubec während eines Powerplays der Lions umgefahren und sein Tor 45° aus den Angeln gehoben wurde. Trotz heftigstem Winken reagierte keiner der Unparteiischen – die Lions formierten sich grad vor dem gegnerischen Kasten. Hrubec dreht derweil das Tor wieder in Ausgangsposition. Doch auch als der Vorteil der Gastgeber scheinbar vorbei war, realisierten die Schiedsrichter erst, dass etwas nicht stimmt, als Hrubec immer noch winkt und dann schlussendlich das Tor anhebt. Danach fährt er immer noch gestikulierend zur Bande, wo dann irgendwas an seinem Schuh gerichtet werden musste.

Viel mehr ist mir von diesem Spiel nicht in Erinnerung geblieben. Ausser dem Massencrash mit zwei Spielern und einem Schiedsrichter, dem dabei irgendetwas Schwarzes aus der Tasche fiel, das ebenfalls erst Minuten später vom Eis aufgehoben wurde. Aber auch das wäre wieder etwas, das von den Unparteiischen viel zu lange unbemerkt blieb. Und selbstverständlich möchte ich auch die Choreo des Fanclubs während des ersten Drittels erwähnen. Auf Transparenten ist in der 10. Spielminute zu lesen: «Marc, your legacy will never fade. In your hearts, your mark is made! Get well soon!». Immer mehr Zuschauer stimmen mit Applaus mit ein, spätestens nachdem es auf dem Videowürfel eingeblendet ist.

Vermutlich werden wieder viele schreiben «die Lions haben jetzt 6 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer», aber sie haben nach wie vor auch 3 Spiele weniger ausgetragen als der aktuelle Leader oder der drittplatzierte SCB und sind trotzdem auf zweiter Position. Ich bin noch immer der Ansicht, dass die Rangierung in der Tabelle mit gleich viel gespielten Partien angezeigt werden müsste (also derzeit mit 31 Spielen), damit man wirklich sieht, wer mit gleich vielen Austragungen die meisten Punkte hat. Aber spätestens am Ende der Regular Season haben dann ja alle gleich viele Runden hinter sich gebracht und erst dann ist es– zumindest für die nächste CHL oder das Heimrecht – wichtig, auf welchem Platz man sie beendet.

 

 

   

ZSC Lions vs. Lausanne HC: 1:2 (1:0 | 0:1 | 0:1)

Schüsse aufs Tor: 24:34 (6:8 | 9:16 | 9:10)

Details zum Spiel: Gamecenter SIHF

Aufstellung:  TeamRoster

 

Eventdatum: 05.01.2025

Fotografin:  Michelle Brügger / szenemagazin.ch

Location:  SwissLife Arena, Zürich

Veranstalter: ZSC Lions

Zuschauerzahl: 12000 (ausverkauft)

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Michelle Brügger
Publiziert in Sport

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