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Lausanne siegt in der Overtime dank Doppeltorschütze Jason Fuchs

Lausanne siegt in der Overtime dank Doppeltorschütze Jason Fuchs Reto Turotti / szenemagazin.ch

Gregory Hofmann kehrt nach zweimonatiger Verletzungspause zurück und verbucht nach 45 Sekunden seinen ersten Treffer. Innert 19 Sekunden (Tiefschlaf der Zuger) treffen die Gäste zwei Mal! Jason Fuchs ist der Gewinner seites der Gäste mit seinem Game Winning Goal.

 

Erstmals seit November 2023 steht Gregory Hofmann wieder auf dem Matchblatt und alle hoffen, dass jetzt die notwendige Offensivpower zurückkommt. Und wie sie zurückkommt: Es ist noch keine volle Umdrehung auf der Match-Uhr erfolgt, als es im Kasten von Hughes einschlägt - durch Gregory Hofmann. Wow, was für ein Comeback und die Zuschauer auf den Rängen danken ihm mit einer Standing Ovation zum 1:0. Michaelis bringt Hofmann mit einem mustergültigen Zuspiel auf der linken Seite im Slot der Lausanner in optimale Schussposition und der Natispieler lässt sich nicht zweimal bitten und versenkt die Scheibe in den Maschen der Gäste zum 1:0.

Es entwickelt sich eine ausgeglichene Partie mit Chancen hüben wie drüben, aber ohne zählbaren Erfolg. Nach fünf Minuten kommen die Zuger zum Powerplay. Sie können sich nicht recht im Slot installieren, weil immer wieder ein Stock der Lausanner dazwischenkommt und so die Scheibe aus dem Drittel geht. Dann kommt die bereits angesprochene 12. Minute, in der die Zuger für kurze Zeit im Tiefschlaf sind. Zuerst verliert Rico Gross den Puck hinter dem eigenen Tor und Jason Fuchs kann daraus Profit schlagen. Er netzt ein zum 1:1. Nur 19 Sekunden später spielt Hansson im eigenen Drittel! die Scheibe direkt auf Bozons Schaufel. Dieser sieht den freistehenden Raffl, dessen Abschluss ebenfalls im Netz von Luca Hollenstein zum 2:0 landet. Hollenstein hütet heute das Tor für den angeschlagenen Genoni. Aus meiner Sicht sieht Hollenstein nicht gut aus, denn er hatte freie Sicht.

Die Zuger erwachen aus dem Blackout der letzten Minuten und konzentrieren sich wieder aufs Wesentliche. Kurz vor Ende kommt es zu einer spektakulären Szene. Glauser checkt Michaelis mit dem Kopf gegen die Bande. Dieser bleibt einige Sekunden benommen auf dem Eisfeld liegen. Es entwickelt sich eine Rauferei zwischen den Spielern und das direkt vor meiner Kamera. Die Schiris geben dem Übeltäter Glauser nur eine zweiminütige Strafe und schauen sich das Ganze nicht einmal auf dem Video an. Für mich unverständlich, denn ein Check gegen den Kopf und Richtung Bande hat nur ein Verdikt zur Folge: fünf Minuten Strafe und ab unter die Dusche. Es kommt zu einem gellenden Pfeifkonzert in der Halle. Damit bleibt es bei der nach dem ersten Drittel 2:1-Führung für die Waadtländer.

 

Bild: Reto Turotti / szenemagazin.ch

 

Die Zuger können das Mitteldrittel mit einer Überzahl beginnen, können es aber nicht ausnutzen. In der 28. Minute leuchtet die Lampe hinter Hollensteins Tor zum vermeintlich dritten Treffer der Lausanner auf. Holdener zieht von der blauen Linie ab und trifft. Zu meinem Erstaunen nimmt Tagnes die Coaches Challenge - warum? Auf dem Würfel sieht man, wie Raffl Hollenstein leicht berührt, was für mich fragwürdig ist. Die Unparteiischen schauen sich das an und kommen Schluss: kein Tor. Glück für Zug und wieder einmal mehr ein glückliches Händchen von Tagnes. Das gibt den Hausherren Aufschub und sie kommen zu hochkarätigen Chancen. In der 35. Minute kommt noch Pech hinzu, als sie nur die Torumrandung treffen. In der Folge haben wieder die Lausanner mehr vom Spiel, erzielen jedoch keinen weiteren Treffer. So endet ein unterhaltsames Drittel ohne Tore und es bleibt bei der Führung der Waadtländer.

Im Schlussdrittel werden die Lausanner gefährlicher, kommen aber nicht an Hollenstein vorbei. Er gibt in dieser Phase des Spiels sein Bestes und bewahrt Zug vor einem weiteren Treffer. Wo aber war die Offensivpower der Zuger? Leider kommt nicht viel Zusammenhängendes und das Kombinationsspiel läuft auch nicht wie gewünscht. Langsam, aber sicher läuft ihnen die Zeit davon. Zug gelingt schliesslich doch noch der Ausgleich. Allenspach wird in der 51. Minute im rechten Bullykreis vergessen und erzielt auf Zuspiel von Schlumpf den vielumjubelten Ausgleich. Danach geben sich beide Mannschaften nicht mit einer Verlängerung zufrieden und suchen aktiv den Entscheidungstreffer.

Dieser fällt aber nicht mehr und so muss die Overtime entscheiden. In der Overtime haben die Hausherren die besseren Gelegenheiten, bringen aber die Scheibe nicht an Hughes vorbei. Lausanne beschränkt sich aufs Kontern und das zahlt sich aus. Nach einem Konter erwischt Fuchs jedoch Hollenstein zum zweiten Mal und schiesst seine Farben in Zug zum Sieg. Somit sichern sich die Lausanner den Zusatzpunkt. Für beide Mannschaften gibt es an diesem Abend personell schlechte Nachrichten. Sowohl Michaelis (nach dem Check von Glauser) als auch Salomäki nach einem Crosscheck kehren nach der ersten bzw. zweiten Pause nicht mehr aufs Eis zurück. Bereits am Freitag trifft Zug zu Hause auf Ajoie. Lausanne hat eine kleine Verschnaufpause bis am Dienstag kommender Woche.

 

   

EV Zug vs. Lausanne HC: 2:3 (1:2 | 0:0 | 1:0 | 0:1)

Schüsse aufs Tor: 26:33 (14:12 | 7:11 | 5:9 | 0:1) 

 

Details zum Spiel: Gamecenter SIHF 

Aufstellung: TeamRoster

 

Eventdatum: 17.01.2024

Fotograf:  Reto Turotti / szenemagazin.ch

Location:  Bossard Arena, Zug

Veranstalter: EV Zug

Zuschauerzahl: 6921

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Reto Turotti / szenemagazin.ch
Publiziert in Sport

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