free website hit counter Szenemagazin - Die Pedestrians schliesst man sofort ins Herz

Die Pedestrians schliesst man sofort ins Herz

Die Pedestrians schliesst man sofort ins Herz Michelle Brügger / szenemagazin.ch

Am 26. November 2021 stehen die Pedestrians auf der Zauberparkbühne in Kloten. Frontmann Mike für einmal nicht barfuss. Der Soundmix aus Reggae, Ska und Pop gepaart mit Einflüssen der 90er-Jahre: da ist für jeden etwas dabei.

Der Vorhang ist noch geschlossen und für einen kurzen Moment habe ich den Eindruck, es seien deutlich weniger Leute auf dem Gelände wie gestern. Die Anwesenden stehen mit grossem Abstand bei den Stehtischen und das scheint auch einer Gruppe junger Leute nicht so zu gefallen. Sie animieren die Umstehenden lauthals: «Kommt näher, die Pedestrians beissen nicht! Noch näher! Bis ganz an den Bühnenrand». Gesagt, getan. Die Leute treten näher und noch bevor Primo Brera, Mitglied des OKs und Mitinitiant des Zauberparks Lenzerheide, mit einem breiten Lächeln auf die Bühne tritt, kommt Konzertstimmung auf.

Primo Brera erzählt über den 2-jährigen Planungsprozess, der grossen Unterstützung durch den Flughafen Zürich, die Partner und Sponsoren. Seine Freude ist ansteckend und wie Mike Bill später treffend sagt: Wenn man mit einem Bündner Dialekt angekündigt wird, ist das grad doppelt nice.

Normalerweise sieht man Mike barfuss performen. Doch bei den Temperaturen steckt er seine Füsse doch lieber in Turnschuhe. Das kommentiert er auch entsprechend.

«Bi zwar no nie vo de Bühni gheit, aber wenn’s da etz veriiist und räblet, fanget er mi scho uuf, gälled.» Mike Bill

Auf der Stage steht ein kleiner Heizstrahler, dessen Reichweite vermutlich knapp bis zu Raphael Erhardt (Keyboard/Sax) und Loïc Bawidamann (Bass) reichen, die auch entsprechend nur in ihren Pullovern dastehen. Gitarrist Davis Knecht sorgt mit Tanzeinlagen für Wärme und Drummer haben bekanntlich hohen Körpereinsatz, sodass Sascha van den Berg eine Trainerjacke zu reichen scheint. Mike Bells Kondition, ebenfalls im Trainer, habe coronabedingt gelitten und hofft, er halte bis zum Ende der Show durch. Tut er übrigens – auch wenn er zwischendurch mal etwas schneller atmet.

Um mich herum wird getanzt, gehüpft, mitgesungen. Ich blicke in viele strahlende Gesichter. Oh ja, sie geniessen den Abend. Dies ist mein erster Liveauftritt der Pedestrians. Bis anhin kenne ich sie nur aus dem Radio und von Spotify. Mike schöpft aus Erfahrung, als er den Bandnamen erwähnt - der auch gross hinter ihnen sichtbar ist. Nicht, dass sie einem neuen Fan gefallen würden, der sie Hause dann aber ohne Namen nicht googeln könne. Vermutlich tat dies der in einer Anekdote erwähnte Beamte später auch, nachdem er Loïc Bawidamann zwar korrekterweise als Musiker angesprochen, aber Lo & Leduc zugeordnet hatte. Notiert euch: Pedestrians.

Bild: Michelle Brügger (szenemagazin.ch)

 

Die Band direkt ins Herz zu schliessen, fällt leicht. Nicht nur, weil sie mich als Kind der 70er mit ihrem Wunsch nach analogem Licht aka «Feuerzeug» und einem damaligen Hit in meine Jugendzeit zurückversetzt haben. Der spannende Musikstil-Mix hat es mir angetan. Und diese entspannte, «hey merci bisch da»-Haltung macht sie grad noch eine Stufe sympathischer.

Bevor sie ihre letzten Songs performen, bedankt sich Mike nochmal beim Publikum. Und ich habe wieder eine Band auf meine «will ich nochmal live sehen»-Liste gesetzt.

 

 

Eventdatum: 26.11.2021

Fotograf:  Michelle Brügger / szenemagazin.ch

Location:  The Circle, Flughafen Zürich

Veranstalter: No Ordinary Art - NOA

 

 

Publiziert in Konzert

Schreibe einen Kommentar

Bitte achten Sie darauf, alle Felder mit einem Stern (*) auszufüllen. HTML-Code ist nicht erlaubt.

Nach oben