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Der EHC Biel gewinnt gegen den EV Zug mit 3:4 nach Verlängerung

Der EHC Biel gewinnt gegen den EV Zug mit 3:4 nach Verlängerung Reto Turotti / szenemagazin.ch

 Rajala besiegelt mit seinem Tor nach 41 Sekunden in der Verlängerung die nächste Pleite gegen einen nicht bei der Sache auftretenden EV Zug.

Wie schon in den vergangenen acht Spielen der Meisterschaft kommen die Zuger nicht ins Spiel und müssen in den ersten zwanzig Minuten immer einem Rückstand hinterherlaufen. Was ist los mit dem EVZ? Letzte Saison war das ganz anders. Die Zuger kamen immer mit viel Power aus der Kabine und machten Druck auf den gegnerischen Kasten. Und heute? Da sind sie passiv. Genau sowie im Match gegen die aufsässigen Seeländer, die geschickt die Angriffsversuche stören und ihrerseits immer wieder gefährlich vor Genoni auftauchen. Und da ist die zweite Baustelle beiden Zugern. Bestes Beispiel ist das 0:1 durch Lööv. Die Zuger Offensive stürmt in die Tiefe, merken aber nicht, dass sich Lööv in ihrem Rücken in den Slot geschlichen hat. Elvis Schläpfer sieht das und spielt ihn an. Der Schwede in Diensten des EHC Biel bucht den ersten Saisontreffer und lässt Genoni keine Chance. Jetzt wachen die Zuger auf und schalten zwei Gänge nach oben. Säteri wird mit Schüssen eingedeckt, kann aber vorerst seinen Kasten sauber halten. Cehlárik kommt mit Schwung in den Slot und prüft den Keeper im ersten Versuch, dieser lässt den Schuss abprallen, und Cehlárik ist bereits zur Stelle und nach 8 Minuten schiebt er den Puck zwischen den Schonern zum 1:1 in die Maschen der Gäste. Danach sind die Zuger wieder neben den Schuhen und wirken unkonzentriert. In der 11. Minute lassen die Zuger Verteidiger Olofsson allein auf Genoni losziehen. Dieser kann mit einer spektakulären Parade in höchster Not abwehren, aber gegen den Nachschuss von Sallinen ist er machtlos und die Bieler gehen mit 1:2 in Führung. Diese hält bis zur Drittelssirene an, weil die Zuger zwei Powerplay-Situationen nicht ausnutzen. Sie sind vor dem Tor zu verspielt und statt einem satten Schuss noch einen Querpass zu versuchen, wo dann meistens ein Stock der Bieler dazwischen kommt. Ich bin gespannt auf die Reaktion der Zuger im Mitteldrittel.

 

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Tja, da habe ich mich aber getäuscht. Die Gäste haben das Spiel im Griff und lassen keine Grosschancen des Meisters zu. Die Zuger Angriffsversuche enden meist in den Händen des überragenden Säteri im Tor der Gäste oder werden durch die starke Defensive der Bieler geblockt. Mitte des zweiten Drittels können die Zuger im Power Play spielen, aber das ist harmlos. Ausser zwei Schüssen von Cehlárik und O’Neill springt da nicht viel raus. Im Gegenteil, die Bieler kommen zu einem Pfostenschuss durch Olofsson. Ja das wars dann bereits im Mitteldrittel und die Bieler führen auch nach 40 Minuten in Bossard Arena vor 6889 Zuschauern, die langsam unruhig werden auf den Rängen. Bahnt sich da eine weitere Niederlage für den EVZ an? Hoffen wir, dass Dan Tangnes die richtigen Worte findet in der Kabine.

Weiter geht’s im letzten Abschnitt. Nach einer Rangelei wandern je ein Bieler und ein Zuger zur Abkühlung auf die Strafbank. Auch bei vier gegen vier können die Zuger ihr gewohntes Powerhockey nicht aufs Eis bringen, trotz vieler (ungenauen) Schüsse auf das Bieler Tor. Ein Wechselfehler der Zuger, nicht zum ersten Mal in dieser Saison, nutzen die Gäste effizient aus und gehen mit 1:3 durch Sallinen in Führung. Yakovenkos Strich von der blauen Linie kann Sallinen geschickt ablenken und der Puck zappelt im Netz der Zuger. Wars das nach 49 Minuten? Nein ist die Antwort. In der 55. Minute kann der Topscorer der Zuger Jan Kovar einen Pass von Djoos am langen Pfosten verwerten und es kommt wieder Stimmung in die Arena in Zug. Tangnes setzt nun alles auf eine Karte, nimmt Genoni zwei Minuten vor Schluss vom Eis und die Zuger können mit 6:5 bei Bully im Slot der Bieler Druck machen. In der 59. Minute wird das 3:3 Tatsache durch Hofmann, weil Forster die Scheibe nicht wegbringt. Das sollte so einem routinierten Spieler wie Forster nicht passieren, vorallem nicht bei diesem Spielstand und so kurz vor Ende!

Also ab in die Verlängerung mit drei gegen drei. Es dauert knapp zwei Minuten und Rajala hat freies Eis. Dieser lässt sich nicht zweimal bitten und bezwingt Genoni mit einem Handgelenkschuss an der linken Schulter vorbei zum Sieg. Nach drei Niederlagen in Folge kommt Biel beim Meister zum Erfolg und die Zuger gehen wieder leer aus und rutschen in der Tabelle aus Platz sechs ab. Der nächste Gegner heisst Lausanne und das wird bestimmt auch nicht einfacher bei diesem Formstand der Zuger.

 

 

EV Zug vs. EHC Biel 3:4 (1:2 | 0:0 | 2:1 | 0:1)

Schüsse aufs Tor: 35:21 (11:5 | 9:9 | 15:6 | 0:1)

Details zum Spiel: Gamecenter SIHF

Aufstellung: TeamRoaster

 

 

Eventdatum: 07.10.2022

Fotograf:  Reto Turotti / szenemagazin.ch

Location:  Bossard Arena, Zug

Veranstalter: EV Zug

Zuschauerzahl: 6889

 

  

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Reto Turotti
Publiziert in Sport

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