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Formula E Bern

Formula E Bern

Die FIA kommt mit ihrer Formula E und der elften Runde nach Bern.Trotz des etwas unsicheren Wetters, das 

Interesse an dem Rennen war sehr gross. Die spürte man bereits in Zürich. Als ich auf dem Gleis ankam, für den Zug nach Bern, war dieses schon richtig vollgepackt mit Leuten. Zum einen Besucher, zum anderen sah man aber auch diverse Personen, welche mit ABB Formula E angeschrieben waren. Auch in Bern am Bahnhof merkte man schon, da muss etwas los sein. Mein Weg ging als erstes ins Akkreditierungscenter, um meinen Badge abzuholen. Auf dem Weg dahin, merkte man, dass diverse Bus und Tramstationen geschlossen waren. So war ein kleiner Fussmarsch angesagt, welcher sich als lohnend auszeichnete, denn genau dort kamen dann die Rennwagen vorbei um von der Rennstrecke ins Paddock (Garage) zu fahren.

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Mit dem Badge ausgestattet, ging es dann rüber ins Mediencenter. Dort noch schnell die Fotoweste fassen, Kameras auspacken und nur das notwendigste mitnehmen. Mit dem Kollegen zusammen kurz den Plan studiert und entschieden wo wir hin stehen. Wir haben uns für die Startschikane entschieden. Auf dem Weg dorthin, trafen wir noch auf Künstler des ebenfalls in Bern stationierten Knie Circus Musicals, wer es noch nicht gesehen hat, es ist sehr empfehlenswert und hier ist noch der Artikel dazu. An der Schikane angekommen, haben wir uns gleich zuerst mit den Streckenposten angefreundet und nachgehackt, wo wir stehen können und dürfen, ohne dass wir sie stören bzw. uns selbst in Gefahr begeben. Die erste Position war zwar gut, aber noch nicht optimal. Die 90Grad Sicht auf die Autos versprach nicht so viel Action in den Bildern wie die Frontalansicht.

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So verschoben wir uns nochmals und haben dann die optimale Position gefunden.

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Wir kamen ins Gespräch mit den Zuschauern hinter uns und wollten eigentlich eine Wette abschliessen, wann und wo dass der erste Unfall passiert. Wir waren alle der Meinung, dass hier die Topposition für einen Unfall sei. Insgeheim hofften alle darauf, dass es zu einem Crash gleich nach dem Start kommt, wenn sich die Autos nebeneinander versuchen durch die sehr enge Schikane zu drücken. Das Qualifying verlief reibungslos und nach der Superpole Runde hiessen die drei  ersten Jean-Éric Vergne,  Mitch Evans und Sébastien Buemi. Dahinter sicherten sich Pascal Wehrlein, Maximilian Günther und Sam Bird die Plätze vier bis sechs. Dann war Pause angesagt und wir gingen zurück ins Paddock um zu sehen, wie die Autos vom Qualifying- zum Rennsetup angepasst wurden. Die Minikameras in den Fahrzeugnasen wurden nochmals gerichtet, Batterien aufgeladen und den interessierten Besuchern vieles erklärt. Trotzdem dass wir bei mehreren Teams nachgefragt haben, durften wir keine Bilder von dem offenen Heck der Rennautos machen. Irgendwann bekamen wir dann die Info, dass die Autos alle eigentlich Baugleich seien, nur die Technik im Heck sei jeweils eine Eigenentwicklung und deshalb geheim.

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Nach kurzer Zwischenverpflegung im Mediencenter ging es dann wieder an die Strecke. Wir sind Ready für das Rennen. Doch vorher stattete uns ein Security der Broncos einen Besuch ab, nicht weil wir irgendwo standen wo wir nicht durften, um uns mitzuteilen, dass er für unsere Sicherheit sorge, denn es gäbe anscheinend Eierwerfer. Es seien im Qualifying Eier auf die Rennwagen geschmissen worden. In Sicherheit wissend und mit dem OK der Streckenstewards platzierten wir uns mit bester Sicht auf die Schikane. Das Rennen geht los und, Crash. Was viele insgeheim hofften, passierte. Sébastien Buemi fährt durch die Schikane und lässt Pascal Wehrlein praktisch kein Platz. Dieser wird ungünstiger Weise dann auch noch von hinten von seinem Landsmann Maximilian Günther geschupst und verhakt sich so im Hinderniss und verursacht die Kettenreaktion welche zu weiterem „Blechschaden“ an anderen Fahrzeugen sorgte. Nachdem die verkeilten Wagen der beiden Kontrahenten voneinander gelöst wurden, konnten beide aus eigener Kraft zurück in die gleich um die Ecke liegende Pitlane fahren. Weniger Glück hatte da die #4 Robin Frijns, er nur noch mit dem Staplerfahrzeug aus dem Track gehievt werden konnte.

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Nach längerem Rennunterbruch wurde dann wieder fliegend gestartet und das Rennen verlief an unserer Stelle relativ unspektakulär, sprich unfallfrei. Es passierte jedoch noch hie und da, dass einer seinem Chassis eine Delle bescherte, als er bei der Einfahrt in die Schikane die Bordsteinkante touchierte. Es kam nochmals zu einem Unfall, der jedoch „nur“ zu einem FCY – Full Course Yellowflag führte. Den Sieg in der elften Runde holte sich zum Schluss Jean-Éric Vergne auf DS Techeetah Formula E Team,  vor Mitch Evans und Sébastien Buemi. António Da Costa, der Fahrer mit der schnellsten Runde schaffte es nur auf Rang 12.

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Das Wetter hat „relativ“ gehalten. Während den letzten paar Runden schüttete es regelrecht am anderen Ende der Rennstrecke, während es bei uns oben nur Tropfte.  Nach dem Rennen erlaubten wir uns dann, durch den Pit zu gehen, wo die Autos zum Teil bereits abgedeckt waren und die drei Podestfahrzeuge waren abgeriegelt im Parc Fermé, bereit für die technische Inspektion durch die FIA. Hier wurden dann auch bereits die ersten Siegerinterviews geführt. 

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Die Mechaniker der verschiedenen Teams transportierten bereits Ersatzteile und anderes Material retour in die Garage. Ein Mechaniker meinte, zum Glück müssen sie die Sachen nur bis zum Transporter, der knapp ausserhalb der Pitlane parkiert war, tragen. Verständlich, bei einer Distanz von beinahe einem Kilometer zum Paddock. Dort wurde bereits alles vorbereitet für den Transport zum letzten Rennen der Saision, in New York.

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So ging für mich ein aufregender Tag zu Ende und ich marschierte zurück ins Mediencenter wo wir gerade noch die Nationalhymne des Siegers hörten. Ja, wir haben die Siegerehrung „verpasst“, dies aber nur deshalb, da wir nicht genug früh im E-Village unten sein konnten. Gemäss dem provisorischen Rennkalender für die Saison 2019/20 findet man kein Rennen in der Schweiz gelistet. Es ist jedoch die Rede davon, dass in der Saison 2020/21 die Formula E wieder zurück kommt in die Schweiz, im Gespräch sind Genf und Zürich. Ob ich nächste Saison auch wieder von einem Rennen berichten werde, muss ich noch schauen. Wenn, dann wäre Berlin oder London auf meiner ToDo Liste. Falls die FIA im 2020/21 zurück in die Schweiz kommt, dann werde ich natürlich wieder alles Mögliche versuchen, um mit dabei sein zu können. Dann hoffentlich mit mehr Leuten um den ganzen Event abdecken zu können. Wir werden sehen.

Eventdatum: 26.06.2019

Location:  Bern

Veranstalter: FIA / Swissprix

Zuschauerzahl: unbekannt

 

Publiziert in Sport