Platz 5 vs. Platz 7 = Interessantes oder langweiliges Spiel?
Marcel Kaul / szenemagazin.ch
Hat der EHC Kloten seine letzten drei Spiele für sich entscheiden und acht Punkte einstreichen können, kann der heutige Gegner, der EHC Biel-Bienne, nur gerade einen Punkt aus den letzten drei Spielen sichern.
Das erste Drittel läuft flüssig. Obwohl sich der EHC Kloten gefühlt mehr im Angriff befindet, eröffnet der EHC Biel 101 Sekunden vor Pausenpfiff den Score. #20 Aleksi Heponiemi ist eigentlich umringt von 4 Klotener Spielern, welche sich nur in Stocklänge zu ihm befinden. Dennoch kann er den Puck nach dessen Reise vom linken Bullykreis retour an die blaue Linie und hinter dem Tor durch, als Pass von #76 Jere Sallinen, an #39 Sandro Zurkirchen vorbeispielen. Mit diesem 0:1 geht es ohne grosse Unterbrüche und ohne Strafen in die erste Pause.
Im Mitteldrittel kann der Gastgeber sein erstes Powerplay spielen. #14 Mischa Ramel steht allein auf weiter Flur, was #88 Dario Meyer sieht und dessen Pass von Mischa mit einer kräftigen Direktabnahme versenkt. Nur Sekunden vor dem Play musste er sich, wenn ich es richtig gesehen habe, von einem Bieler anhören: «jö, bist du klein». Ein weiteres Powerplay für den EHC Kloten bleibt unverwertet. Kurz vor Spielhalbzeit hat dann irgendjemand nicht richtig gezählt und so steht ein Spieler zu viel auf dem Eis, Teamstrafe 2 Minuten. Der vorherige Passgeber zum 0:1 wird nun selbst mit seinem Ablenker zum Torschützen des 1:2. Und wieder können die Gäste mit einem Tor Vorsprung in die Pause gehen.
Das letzte Drittel beginnt praktisch gleich wie das Mitteldrittel. Mit sieben Sekunden Unterschied muss wieder ein Bieler auf die Strafbank. Grosser Unterschied zu vorhin, diesmal benötigt der EHC Kloten nur gerade acht Sekunden, um den erneuten Ausgleich zu erzielen. Auch jetzt steht wieder ein Klotener, #2 Thomas Grégoire, ganz allein und von den Bielern vergessen da. Dieses Tor ist ist ebenfalls eine Direktabnahme. Dies will der Gast so nicht auf sich ruhen lassen und mit dem nächsten Angriffsspiel können sie den ein-Tor-Vorsprung wieder herstellen. Knapp drei Minuten vor Spielende dürfen dann nach einem Gerangel sowohl #19 Steve Kellenberger als auch #22 Johnny Kneubuehler auf der Strafbank Platz nehmen. Der EHC Kloten wirft dann alles nach vorne, was er hat, und ersetzt deshalb auch den Torhüter mit einem weiteren Spieler. Dies können sie auch mit dem Schuss zum Ausgleich ausnutzen. Es kommt zur Verlängerung.
Die Gäste erhalten eine Strafe wegen Beinstellens. Hinter mir fragt mich dann jemand, was passiert jetzt, spielen sie vier gegen drei, oder was? Dies kurz von mir bejaht, denn drei gegen zwei wäre wenig sinnvoll, und schon geht es auf dem Eis schon wieder weiter. Das Powerplay steht und die Schlinge zieht sich langsam zu. #89 Daniel Audette fährt hinter dem Tor durch und passt zwischen zwei Bielern hindurch zu #15 Miro Aaltonen, welcher nur noch den Stock hinhält und die Scheibe hinter die Torlinie bringt.
Das Spiel war definitiv alles andere als langweilig. Es war in jeder Hinsicht schnell und der Flow wurde wenig durch ein Eingreifen der Schiedsrichter unterbrochen. Am nächsten Dienstag findet in der Bossard Arena in Zug das nächste Spiel für Kloten gegen den EV Zug statt. Dann heisst es am Freitag Derby gegen die ZSC Lions. Ob der EHC Kloten den fünften Derbysieg in Reihe feiern kann, werden wir sehen.
EHC Kloten vs. EHC Biel-Bienne: 4:3 n.V. (0:1 | 1:1 | 2:1 | 1:0)
Schüsse aufs Tor: 30:25 (5:7 | 16:7 | 6:8 | 3:3)
Details zum Spiel: Gamecenter SIHF
Aufstellung: TeamRoster
Eventdatum: 23.11.2024
Fotograf: Marcel Kaul / szenemagazin.ch
Location: SWISS Arena
Veranstalter: EHC Kloten
Zuschauerzahl: 4835
https://szenemagazin.ch/sport/item/1336-platz-5-vs-platz-7-interessantes-oder-langweiliges-spiel#sigProIdb021a44e58
Weitere Informationen
- Fotograf/-in: Marcel Kaul
Schreibe einen Kommentar
Bitte achten Sie darauf, alle Felder mit einem Stern (*) auszufüllen. HTML-Code ist nicht erlaubt.