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EHC Kloten verliert trotz starker Leistung in der zweiten Hälfte

EHC Kloten verliert trotz starker Leistung in der zweiten Hälfte Marcel Kaul / szenemagazin.ch

Auch im zweiten Aufeinandertreffen unterliegt der EHC Kloten dem SC Bern mit 2:1. Die starke Leistung in den letzten 25. Minuten wird leider nicht belohnt.

Der EHC Kloten empfängt an diesem regnerischen Herbstabend den SC Bern und hofft auf eine Revanche nach der bitteren 2:1-Niederlage in der 3. Runde in Bern. Nach dem die beiden Teams in der vergangenen Saison in der Tabelle sehr nah beieinander zu liegen kamen, sieht es diese Saison deutlich anders aus. Nach einem Viertel der Saison stehen die Gäste auf dem vierten Rang. Der EHC Kloten trennt nur noch Schlusslicht Ajoie vom Tabellenende. In den letzten sechs Partien hat Kloten an einen Sieg zwei Niederlagen gereiht. Somit wäre es heute wieder an der Zeit für 3 Punkte.

Die Partie startet aber mit einer ersten Druckphase der Berner. Bereits in der 2. Minute herrscht mehrfach zu viel Verkehr vor Torhüter Metsola. Nach einigen Fehlversuchen kann sich Kloten aber doch befreien und kommt seinerseits in eine gute Position. Thierry Schild muss nach einem Haken für zwei Minuten auf die Strafbank. Der EHC kommt zu einigen Abschlüssen. Aaltonen wird in bester Position im letzten Moment von einem Berner am Schuss gehindert. Ang zieht aus der Distanz ab – zu harmlos, um den Berner Torhüter Reideborn in Bedrängnis zu bringen. Keanu Derungs wir mit einem tollen Querpass lanciert, trifft aber das Tor nicht. Insgesamt hat der EHC Kloten, wenigstens gefühlt, mehr Chancen als die Gäste. Doch oft steht Qualität über Quantität. So auch im ersten Drittel. In der 8. Minute machen es die Berner sehr geschickt. Baumgartner kreuzt durch den Slot und zieht damit seinen Bewacher weg vom Tor. Tristan Scherwey schleicht sich in den freigewordenen Raum und wird von Marco Lehmann bedient. Juha Metsola muss ein erstes Mal hinter sich greifen. Es steht 0:1 für den SC Bern. Kloten schafft es trotz doppelt so vielen Schüssen nicht, den Ausgleich zu erzielen.

Das zweite Drittel beginnt ganz bitter für die Flughafenstädter. Nach 34 Sekunden muss der Captain Steve Kellenberger wegen Haltens in die Kühlbox. Und der SC Bern nutzt das erste Powerplay gleich zum Ausbau der Führung. Joël Vermin steht unbedrängt im Slot und wird angespielt, doch Metsola pariert. Vermin holt sich den Puck, legt ab auf Dominik Kahun. Dieser positioniert sich nochmal am gleichen Ort. Kahun schiebt rüber und der Puck zappelt im Netz. Die vier Klotener Spieler staunen. Das war definitiv zu einfach. Auch offensiv will dem Heimteam bisher nichts gelingen. In der 25. Minute kann Jonathan Ang endlich seine Schnelligkeit einsetzen und zieht allein auf Reideborn los. Doch wieder landet der Puck nicht im, sondern aussen am Netz. In der 26. Minute muss der nächste Klotener auf die Strafbank. Haken ist das Vergehen von Leandro Profico. Der EHC Kloten übersteht das Boxplay und dreht zur Spielmitte wieder etwas auf. Es reihen sich einige Möglichkeiten aneinander, aber die Abschlüsse sind immer noch zu harmlos, um eine echte Gefahr für den Berner Schlussmann darzustellen.

 

Bild: Marcel Kaul (szeneemagazin.ch)

 

Und zum fehlenden Glück kommt dann auch noch Pech. Keanu Derungs profitiert von einem verstolperten Puck, trifft aber wieder nur den Pfosten. Das Publikum leidet hörbar mit dem Heimteam mit. Aber dann sorgt Jonathan Ang endlich für die Erlösung, wohl im doppelten: für sich und sein Team! Im Alleingang läuft er aus dem Bullykreis in der eigenen Zone quer über das ganze Feld und erwischt Reideborn unter der Stockhand. Es kommt zum dritten Boxplay gegen Kloten, nachdem Mika Henauer seinen Gegenspieler in bester Fussballmanier von den Schlittschuhen grätscht. Glücklicherweise wurde Metsola vom heranfliegenden Berner nicht verletzt. Kaum ist die Strafe um, macht Kloten ein erstes Mal richtig Dampf. Mehrere satte Schüsse zischen richtig Berner Tor und es wird auch auf den Zuschauerrängen ein erstes Mal laut. Den Klotenern bleiben noch etwas mehr als 2 Minuten im Mitteldrittel. Auch wenn das plötzliche Aufbäumen etwas überraschend kommt, davon wollen wir in den letzten 20 Minuten mehr sehen.

Leider kann das Heimteam den Elan nicht über die Pause retten. Der Schlussabschnitt beginnt etwas verhalten. In der 46. Minute muss dann auch noch der vierte Klotener eine Strafe absitzen. Rafael Meier setzt sein Spielgerät auf unerlaubter Höhe ein. Doch es ist nicht der SC Bern, der für die nächsten zwei Minuten am Drücker ist. Mehrfach schrammt Kloten am Ausgleich in Unterzahl vorbei. Jonathan Ang verpasst nur knapp das Doppelpack. Ein Powerplay könnte jetzt wohl Wunder bewirken. Doch auch ein harter Bandencheck gegen Miro Aaltonen verleitet die Schiedsrichter nicht dazu, eine Strafe gegen Bern auszusprechen. Aber auch so macht der EHC Kloten nun mehrheitlich das Spiel. Das müssen sie auch, wenn sie die Partie noch drehen wollen.

Mittendrin: Topscorer Miro Aaltonen, der gefühlt ununterbrochen auf dem Eis steht. Und die rund 4'600 Zuschauer versuchen, ihr Team zum Erfolg zu peitschen. Es wird immer wieder laut auf den Rängen. In der 56. Minute sieht sich Bern Coach Jussi Tapola gezwungen, seinem Team eine Verschnaufpause zu gönnen und nimmt sein Timeout. Die Taktik geht auf. Kloten drückt zwar mit allem, was es hat auf den Ausgleich. Der Puck findet seinen Weg aber nicht mehr ins gegnerische Tor. Das Negative: leider wieder keine Punkte. Das Positive: Wenn das Team von Gerry Fleming öfters so spielt wie in den letzten 25 Minuten, dann klappt das bald regelmässig mit den Punkten.

 

   

EHC Kloten vs. SC Bern: 1:2 (0:1 | 1:1 | 0:0)

Schüsse aufs Tor: 35:22 (13:6 | 11:12 | 11:4)

Details zum Spiel: Gamecenter SIHF 

Aufstellung: TeamRoster

 

Eventdatum: 24.10.2023

Fotograf:  Marcel Kaul / szenemagazin.ch

Location:  Stimo Arena

Veranstalter: EHC Kloten

Zuschauerzahl: 4621

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Marcel Kaul
Publiziert in Sport

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