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Zug erzittert sich drei wichtige Punkte im Spiel gegen Fribourg-Gottéron

Zug erzittert sich drei wichtige Punkte im Spiel gegen Fribourg-Gottéron Reto Turotti / szenemagazin.ch

Was war das für eine Achterbahnfahrt von Lino Martschini im dritten Drittel. Zuerst muss er blutüberströmt vom Eis und entscheidet danach das Spiel mit einem Tor und einem Assist zu Gunsten seiner Farben!

Die Partie plätschert in den ersten Minuten dahin und keine der beiden Mannschaften will das Zepter übernehmen. Suri spielt einen tollen Pass in die Tiefe und Abdelkader kann die Scheibe übernehmen, setzt aber seinen Backhandschuss am Kasten der Gäste vorbei. Es ist ein komisches Spiel und es entstehen keine Torchancen. Auch als Gottéron im Powerplay spielen kann, passiert nichts, was mit Torchancen zu tun hat. Bei Drittelsmitte können die Gäste mit Mottet und Kuokanen einen Konter ansetzen. Sie ziehen auf Genoni zu, können aber nicht vollenden. Irgendwie ist das ein Weckruf für Zug. Sie nehmen das Spiel in die Hände, finden aber keine Lücke in der gut organisierten Deckung der Gäste. Senteler muss wegen einem Haken auf die Strafbank, aber auch daraus resultiert nichts ausser einem Schüsschen auf das Tor des EVZ. Kurz vor Ende des Drittels gibt Kovar einen Schuss auf den Kasten von Hughes ab. Hughes lässt abprallen, aber kein Zuger kann den Abpraller übernehmen. Somit geht ein torloses und fahriges Drittel zu Ende. Man kann nur hoffen, dass es in den kommenden Abschnitten besser wird.

Die Zuger starten besser ins Drittel und kommen zu Chancen. Es ist wiederum Kovar, der die erste Chance hat, sie aber leider vergibt. Kurz darauf setzt Simion zu einem Tanz durch die Defensive an, trifft aber das Tor nicht. Martschini versucht es aus der Distanz, auch nur mit mässigem Erfolg. In dieser Zeit kommen die Zuger nicht aus der eigenen Hälfte. Zudem haben die Hausherren in der 31. Minute die Chance im Powerplay zu agieren. De La Rose wandert dann auf die Strafbank wegen Beinstellens. Und genau in diesen Szenen macht sich das Fehlen von Hofmann bemerkbar. Kovar scheitert innert Minuten zwei Mal an Hughes. Djoos wird an der blauen Linie angespielt und der fackelt nicht lange und zieht ab. Herzog steht vor Hughes und kann den Schuss zum 1:0 für Zug ablenken. Nun wurde auch Fribourg wach und deckt Genoni mit Schüssen ein, die aber nicht immer das Ziel finden. In der 38. Minute geht Zug durch Simion mit 2:0 in Führung. Cehlarik erkämpft sich die Scheibe an der Bande in der neutralen Zone. Mit Übersicht sieht er Simion und dieser bezwingt Hughes mit einem satten Schuss in die lange Ecke. Zug belohnt sich im Mitteldrittel mit zwei Toren und einer guten Leistung. In der Pause beehren die «Quaker» aus Hünenberg die Zuschauer mit «Guggemusik» zum 50-jährigen Jubiläum der Guggen-Gesellschaft.

 

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Das letzte Drittel beginnt schlecht für Martschini. Er wird von einer Scheibe Mitten im Gesicht getroffen und muss blutend das Eis verlassen. In der 42. Minute wandert Klingberg wegen einem unnötigen Foul in die Kühlbox und die Gäste starten zur Attacke. Das Powerplay ist installiert. Gunderson kommt an der blauen Linie zum Abschluss und Sprunger steht goldrichtig vor dem Kasten der Zuger und lenkt unhaltbar vor Genoni ab zum 2:1. In der 47. Minute kommen die Fribourger zum Ausgleich, wiederum durch Sprunger und ebenfalls im Powerplay. Allenspach erhlt wegen eines Haltens eine zweiminütige Strafe. Zug kassiert eine Teamstrafe und die Gäste können wieder im Powerplay agieren, diesmal ohne Erfolg. In der 54. Minute geht Zug wieder in Führung, wiederum durch Herzog, nachdem Sutter wegen eines Ellbogenchecks auf die Strafbank beordert wurde. Der verarztete Martschini kommt zum Schuss. Dieser wird von einem Fribourger direkt auf die Kelle von Herzog abgelenkt, der nur noch einschieben muss. Zwei Minuten später wieder Powerplay für Zug. Keine fünf Sekunden sind vergangen, als Martschini vom Bullykreis angespielt wird und die Scheibe unter die Latte ins Netz der Gäste hämmert. Danach nimmt Coach Dubé Hughes aus dem Kasten und setzt alles auf eine Karte. Und es geht auf. Zug ist nicht ganz bei der Sache und das nützt Sörensen aus. Er umkurvt im Slot Genoni und schiebt ein zum 4:3. Kommt jetzt Zug nochmals ins Zittern? Nein, denn Hughes bleibt draussen und Klingberg erobert die Scheibe im eigenen Drittel und trifft ins leere Tor der Gäste. Zug gewinnt schlussendlich verdient mit 5:3 und erzittert sich drei wichtige Punkte.

 

 

EV Zug vs. Fribourg-Gottéron:  5:3 (0:0 | 2:0 | 3:3)

Schüsse aufs Tor:  30:25 (7:11 | 15:3 | 8:11)

 

Details zum Spiel: Gamecenter SIHF

Aufstellung: TeamRoaster

 

Eventdatum: 20.01.2023

Fotograf:  Reto Turotti / szenemagazin.ch

Location:  Bossard Arena, Zug

Veranstalter: EV Zug

Zuschauer:  7200

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Reto Turotti
Publiziert in Sport

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