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Und es ist schon wieder vorbei. Das ZOA 2024 war fantastisch

Und es ist schon wieder vorbei. Das ZOA 2024 war fantastisch Reto Turotti / szenemagazin.ch

Die zwölfte Ausgabe des Zürich Openairs endet mit einem grossen Knall. Auch am vierten Festivaltag haben die Veranstalter ein hochkarätiges Line-up aus dem Ärmel gezaubert. Kygo rockt das ZOA innert zwei Jahren zwei Mal. Sido begeistert seine jungen und alten Fans. Lost Frequencies haut eine hammer Show raus.

Es sind schon fast wieder 4 wundervolle Festivaltage am Zürich Openair vergangen. Der zweite Samstag verspricht einen hochkarätigen Abschluss. Neben up-and-coming Acts treten heute auch Stars wie Sido, Anne-Marie, Kygo und Lost Frequencies auf. Die Veranstalter weisen das zahlreich erschienene Publikum immer wieder darauf hin, viel (Wasser) zu trinken. Das ist bei über 30 Grad und dem vielen Tanzen auch wichtig. Bisher hatten wir das Sanitäts-Team selten im Einsatz gesehen, doch heute haben sie einiges zu tun. Im Vergleich zum Freitag ist das Festival-Gelände heute schon früh sehr voll.

Die grosse Abschlussparty eröffnen heute Mimiks & LCone, Luuk und Kaffkiez. Mimiks ist ein Schweizer Rapper, bekannt für seine deutschen Texte, die oft persönliche und gesellschaftliche Themen behandeln. LCone ist ebenfalls ein Rapper aus der Schweiz, der für seinen kraftvollen Flow und seine ehrlichen Texte bekannt ist. Zusammen repräsentieren sie den modernen Schweizer Hip-Hop mit dem gemeinsamen Album «Loser mit Fame».

Um 17:45 Uhr treten auf der Main Stage die sugababes auf. Die britische Girlgroup wurde in den 1990er Jahren gegründet und verbuchte in den 2000er Jahren mehrere grosse Hits. Obwohl ihr Auftritt insgesamt überzeugte, haben die sugababes einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Nicht nur, dass die Fotos - ohne Vertrag - zur Abnahme auf Google Drive hochgeladen werden mussten, sie haben auch sämtliches Bildmaterial abgelehnt. Aus diesem Grund lest ihr beim szenemagazin heute auch nicht mehr über den Auftritt.

Während die letzten Festivaltage mehrheitlich in Schweizer und britischer Hand waren, ist das Line-up heute etwas diverser. Aurora ist die erste von zwei norwegischen Acts am heutigen Abend. Die junge Künstlerin ist für ihre träumerische, oft düstere Popmusik bekannt. Sie verbindet elektronische Elemente mit folkigen und experimentellen Klängen. Ihr Debutalbum «All My Demons Greeting Me as a Friend» brachte ihr internationale Bekanntheit ein. Wenig überraschend drängt sich das Publikum vor die ZOA Stage und feiert ihre Hits, wie Runaway und Cure Fore Me.

Auf den energetischen Auftritt von Aurora folgt Anne-Marie. Bereits vor einigen Jahren durften wir die Britin an einem Konzert von Ed Sheeran in St. Louis in den USA geniessen. Ihre kraftvolle Stimme und selbstbewussten Texte sind weltberühmt. Über 34 Millionen Menschen hören monatliche ihre Hits. Offensichtlich sind einige dieser Fans auch am heutigen Auftritt. Anne-Marie begeistert von vorne bis hinten und von links nach recht alle. Das Publikum singt in voller Lautstärke ihre Hits, wie 2002, Friend und Rockabye, mit. Die Britin überzeugt nicht nur mit ihrem Gesang, sondern auch mit ihrer sympathischen Art. Sie trägt ihre Haare in Zöpfen und trägt einen silbernen Rock. Wäre sie nicht Sängerin geworden, hätte sie sich auch für die Rolle von Harley Quinn melden können. Wie schon als Vorband für Ed Sheeran überzeugt Anne-Marie auch heute wieder von A bis Z.

Auf der ZOA Stage folgt Trettmann. Wer den Bericht vom Freitag gelesen hat, kann sich schon denken, dass wir uns lieber etwas Leckeres zu essen holen. Aber wie schon bei RIN beweist der Publikumsandrang, dass die breite Masse sich auf den Auftritt des ehemaligen K.I.Z. Mitglieds freut. 2016 schaffte Trettmann mit seinem Album «Adriano» den Durchbruch als Solokünstler und gehört seit da zur deutschen Musikszene. Von einem deutschen Rap-Schwergewicht geht es zum nächsten. Kurz nach 22 Uhr läutet Sido den Abschluss des Zürich Openairs 2024 ein. Wir konnten im Oktober letztes Jahr bereits über den Berliner für euch berichten. Anstatt The Hall in Dübendorf ist es heute auf dem Festivalgelände mit deutlich mehr Publikum. Die Ränge sind bis hinter voll. Wie es sich gehört, wird reichlich gekifft und getrunken. Sido war vor seinem Auftritt bei Viu für ein Meet & Greet, doch er hat es rechtzeitig nach Opfikon geschafft. Der Auftritt ähnelt ziemlich dem vom letzten Oktober. Einige Songs fallen aus dem Programm, da der Rapper etwas weniger Zeit hat. Beim Lesen unseres Berichts merken wir aber, dass es doch sehr viel «Same, Same but Different» ist heute. Für die Komiker ist heute keine Zeit. Bei Mein Block hetzt Sido aber wieder seine Fans gegeneinander auf. Er teilt das Publikum in die laute und schöne Seite und lässt die jeweiligen Seiten den Refrain rappen. Im Gegensatz zum letzten Auftritt gefällt uns die Show heute irgendwie aber doch besser. Vielleicht, weil wir wussten, was wir erwarten können. Vielleicht aber auch, weil die Stimmung an diesem schönen Sommerabend einfach gigantisch ist.

 

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Das Feiern bei Sido hat bereits einige Energie gekostet, doch es gibt für uns und alle anderen Gäste keine Pause. Wir pilgern alle von der Main zur ZOA Stage, wo Lost Frequencies bald los legt. Where Are You Now und Are You With Me wurden beide über 1 Milliarde Mal auf Spotify gestreamt. Die Erwartungen sind also hoch. Und wir sollen nicht enttäuscht werden. Wie für viele andere Acts endet auch für den Belgier heute die Sommersaison. Lost Frequencies gibt also nochmal alles und das Publikum tut es ihm gleich. Die tiefen Bässe und klangvollen Melodien versetzen jung und alt in Ekstase. Es strömen immer mehr Menschen zur Bühne, der Platz wird immer knapper. Und schon bald wird die Mastercard-Tribüne von der Menschenmasse eingenommen. Ob die Veranstalter mit einem so grossen Zuschaueraufkommen gerechnet haben? Trotz müden Füssen und Beinen geben wir alles. Es ist erstaunlich, wie auch die grossen Tanzmuffel nicht stillstehen können. Zwischenzeitlich machen wir uns etwas sorgen, dass die Tribüne wegen des wilden Feierns zusammenbrechen könnte. Glücklicherweise passiert nichts und wir können den Abschluss dieses phänomenalen Auftritts geniessen. Unsere Erfahrung mit DJs auf Festivals hat sich definitiv stark verbessert.

Den Abschluss der zwölften ZOA-Ausgabe macht der zweite Norweger im heutigen Line-up: Kygo. Auch ihn konnten wir bereits einmal geniessen. 2022 gehörte Kygo bereits zu den Headlinern am Zürich Openair. Auch sein Auftritt ähnelt dem von vor zwei Jahren. Kygo mischt bekannte und neue Songs. Untermalt wird die Musik mit Laser und Feuerwerk. Für seine Hits holt sich Kygo gesangliche Unterstützung auf die Stage. Der Auftritt ist ein toller Abschluss eines genialen Festivals. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr.

 

  

Eventdatum: 31.08.2024

Text: Sarah Morgenroth & Dario Stähelin / szenemagazin.ch

Fotograf:  Reto Turotti / szenemagazin.ch

Location:  ZOA Zürich

Veranstalter: ZOA

Zuschauerzahl: unbekannt

 

Anne-Marie

 

Aurora

 

Lost Frequencies

 

Kygo

 

Sido

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Reto Turotti
Publiziert in Konzert

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