Die 7'341 Zuschauer im Hallenstadion feuern ihren Klub auch noch beim Stand von 8:2 lautstark an. Das hohe Resultat von 8:2 löst bei der Gastmannschaft verständlicherweise Frust aus. Deshalb hagelt es nicht nur Treffer, sondern auch Strafen.
Rund 600 Zuschauer geniessen das Konzert von Andryy bei trockener Witterung. Der 27-jährige Winterthurer ist nicht neu im Business, veröffentlichte als Andryy aber erst im März 2020 seine erste EP mit Mundart-Songs und neuem Namen.
Nach dem Gig von Pablo Nouvelle dachte ich ja schon, ich höre nicht recht. Aber heute Abend dachte ich, ich sehe nicht recht. Da stehen Kadebostany in Hemden mit zurückgekrempelten Ärmeln auf der Bühne, Poseidona sogar bauchfrei.
Heute Abend scheint alles etwas anders zu sein. Weniger Zuschauer, weniger Licht, dem Bündner ist kalt und dem Thuner heiss, das Bühnenbild vibriert im Takt, aber am meisten überrascht mich die leere VIP-Tribüne.
Wieso sitzt der Zitherspieler im Plexiglas-Haus und nicht der Drummer? Ganz einfach: weil es nicht um die Akkustik geht, sondern ums Instrument. Die Zither wäre wegen der Kälte verstimmt, erklärt uns Kunz. Und ich direkt: „So wie Marcel und Reto, als es hier oben geschneit und geregnet hat.“
Heute wird es enger vor der Bühne, das Konzert von Lo & Leduc ist beinahe ausverkauft. Damit niemand friert, empfiehlt Lo kurzerhand, so intensiv zu tanzen wie möglich. Und das sei der Fall, wenn man eine konstante Dunstwolke um die Köpfe sehe.
Diese und andere Aussagen lassen mich oft schmunzeln. Das wäre, als würde man der Mama sagen, ihr Herd hätte super gekocht. Es ist und bleibt der Fotograf, der das Bild schiesst und dafür ist ein gutes Auge erste Voraussetzung. Nicht die Kamera.
Die Zelte des Salto Natale sieht man von weit her. Nachdem ich die Kuppeln einige Tage lang nur aus der Ferne betrachten konnte, ist es jetzt endlich so weit: die Eröffnungsgala des diesjährigen Programms «Maskerade» ging über die Bühne. Pardon, hier nennt man das Manege.